ERGOTHERAPEUTISCHE BEHANDLUNG BEI ORTHOPÄDISCHEN ERKRANKUNGEN

Im Mittelpunkt stehen angeborene, durch Unfälle verursachte oder durch chronische Erkrankungen hervorgerufene Funktionsstörungen des Stütz- und Bewegungsapparates.
Die individuellen Behandlungsmaßnahmen sind darauf ausgerichtet die Handlungsfähigkeit zu fördern, geeignete Hilfsmittel zu finden oder Kompensationsstrategien zu erarbeiten.
Ausgehend von den individuellen Funktionsstörungen zielt die Förderung auf die Wiedergewinnung von physiologischen („normalen“) Bewegungsabläufen, Koordination, Kraft, Grob- und Feinmotorik, sowie der Sinneswahrnehmung ab.

Diagnosen und Therapieziele:

In unserer Praxis behandeln wir Patienten mit orthopädischen Erkrankungen wie Funktionsstörungen:

  • durch Verletzungen und Brüche (vor allem Armen und Hände)
  • bei Krebserkrankungen (z.B. Tumore der Knochen, Muskeln oder Nerven)
  • bei Erkrankungen wie Rheuma, Arthritis, Arthrose
  • bei Beeinträchtigung in Folge von Verbrennungen.

Ziele der Ergotherapie bei orthopädischen Erkrankungen:

Ziele der Ergotherapie bei orthopädischen Erkrankungen sind die Handlungsfähigkeit zu fördern, geeignete Hilfsmittel zu finden oder Kompensationsstrategien zu erarbeiten.
Ausgehend von den individuellen Funktionsstörungen zielt die Förderung auf die Wiedergewinnung von physiologischen („normalen“) Bewegungsabläufen, Koordination, Kraft, Grob- und Feinmotorik, sowie der Sinneswahrnehmung ab.

Fallbeispiel:

Aufgrund eines Karpaltunnelsyndroms wurde Frau W. (50) zur Ergotherapie überwiesen. Nach der Anamnese ermittelte die Ergotherapeutin ihre Bewegungsausmaße, Greiffunktionen und Handkraft. Sie führte mit Frau W. sensorische Tests durch und erkundigte sich nach Problemen bei der Ausführung alltäglicher Aufgaben. Die Verkäuferin in einem Juwelierladen berichtete von Problemen beim Wechsel von Knopfzelle für Uhren oder bei der Benutzung kleiner Werkzeuge. Auf der Basis von wissenschaftlich fundierten Methoden und unter Einbeziehung der individuellen Alltagsanforderungen der Patientin erstellte die Ergotherapeutin einen Behandlungsplan. Die Therapeutin demonstrierte und erläuterte anschließend die verschiedenen Übungen und Behandlungsmethoden. Im Laufe der Therapie wurde der Behandlungsplan dem Fortschritt entsprechend angepasst.